Potsdamer SauenHain

Potsdamer SauenHain

Potsdamer SauenHain

 

Würdevolle Tierhaltung als Voraussetzung für ein hochwertiges Lebensmittel – das haben sich zwei „Junglandwirte“ Namens Axel und Clemens, die ich Euch heute vorstellen möchte, zur Aufgabe gemacht.

Sie betreuen täglich bei Wind und Wetter eine Herde Weideschweine (Kreuzungen aus Landrasse Sauen und einem Bunte-Bentheimer-Eber als Vaterlinie) von etwa 100 Tieren auf einer Fläche von ca. 10 Hektar. Weideschweine zeichnen sich durch Robustheit und Genügsamkeit aus, sowie den Instinkt, selbst nach Nahrung zu suchen. Ihr auf die selbstständige Nahrungssuche angepasster Rüssel ermöglicht ihnen eine intensive Grabtätigkeit im Boden. Bis ins 19. Jahrhundert wurden fast alle Schweine im Freien gehalten. Durch die zunehmende Stallhaltung in Deutschland waren die zu den Weideschweinen gehörenden Rassen um 1975 fast ausgestorben.

Die Schweine von Axel und Clemens leben ganzjährig auf der Weide; können wühlen, suhlen und sich dabei vielseitig ernähren. Im Mittelpunkt der Herde stehen zehn Muttertiere, die in alten Obstanlagen leben und dort im Schutz der Bäume ihre Ferkel zur Welt bringen. Die Jungtiere verbringen dann etwa ein Jahr auf den angrenzenden Feldern und Plantagen.

Gefüttert wird mit geschrotetem Getreide, Heu, Rüben und Obst. Es werden dem Futter keine Zusätze wie Leistungsförderer (Hormone), Medikamente (Antibiotika) oder ähnliches beigemischt. 99% des Futters wird in der unmittelbaren Nachbarschaft angebaut, wenn vorhanden wird Futter aus Bioanbau bevorzugt.

Gesunde Tiere bei besten Haltungsbedingungen und natürliches Futter garantieren eine ausgezeichnete Fleischqualität mit charakteristischem Geschmack. Der Betrieb ist allerdings noch nicht biozertifiziert.

 

Potsdamer SauenHain

 

Axel und Clemens waren so nett und haben mir ein paar meiner Fragen beantwortet:

Wer seid Ihr, woher kommt Ihr, was machst Ihr und warum Schweine?

Schweine werden unterschätzt. In jeder Hinsicht, es sind intelligente freundliche Tiere, dazu noch sehr genügsam und wenn man sie rennen läßt, auch überraschend schmackhaft. Axel kommt aus München, ich aus Potsdam, wir kennen uns schon lange und sind dann gemeinsam dem Bürostuhl entkommen.

Ihr Beide habt einen großen Schritt gewagt, Euch weitergebildet und sicher viel gesehen. Was hat Euch am meisten beeindruck und geprägt, wo sagt Ihr das war erschreckend und ernüchternd?

Das lässt sich so leicht nicht beantworten. Immer wieder schön ist, zu beobachten wie die Sauen sich auf das abferkeln vorbereiten, ihr Nest bauen und ganz ruhig werden. So viel konnten wir darüber noch gar nicht nachdenken, wir haben zuviel zu tun.

Woher stammen Eure Tiere?

Die Sauen von einem Züchter in Nordbrandenburg, der Eber von einem befreundetem Hof.

Womit beginnt Euer Arbeitstag und wann?

In der Regel nachdem wir unsere Kinder weggebracht haben, so wie alle Anderen auch, als erstes wird gefüttert, dann Wasser, dann Hütten einstreuen, dann alle unregelmäßigen Aufgaben, zb Zaunarbeiten, Tiere umsetzen. Abends dann Büroarbeiten.

Was ist das Besondere an Weideschweinen?

Immer draußen, das ganze Jahr sehr viel Platz, wühlen, suhlen, rennen…so artgerecht wie möglich und wie es die landwirtschaftliche Praxis erlaubt.

Wie wachsen die Schweine auf?

In Gruppen von etwa 30 Tieren, da sind etwa 4 Würfe die möglichst zeitnah zur Welt kommen und dann als Trupp zusammen aufwachsen.

Stehen die Schweine wirklich auf der Weide?

Ja na klar!

Was wird gefüttert?

Überwiegend Getreideschrott, Heu, Rüben und Treber.

Wie alt wird ein Schwein?

9-12 Monate, Je nachdem, wie schnell sie wachsen, ab 150 KG ist eine gutes Schlachtgewicht.

Wo, wie wird geschlachtet und wer übernimmt die Schlachtung?

Eine kleine Landschlachterei ca. 45 min entfernt. Es ist ein zertifiziertes kleines Schlachthaus.

Was machen Sie anders als andere?

Es gibt keinen Stress und keine Warteschlangen.

Was ist derzeit Euer Lieblingsstück vom Schwein und wie bereitet Ihr es zu?

Gepulled mit orientalischem Salat.

Was trinkt Ihr dazu?

Maibock von der Meierei Potsdam, da holen wir auch den Treber für die Tiere als Zusatzfutter ab.

Mich habt Ihr jetzt mit Eurem Fleisch überzeugt, wie ist bisher die Resonanz Eurer Kunden?

Kann man essen. (So lautet das regionale Lob 😉

 

Vielen Dank für die tollen Einblicke!

 

Potsdamer SauenHain

 

SauenHain Boxen

Die SauenHain Boxen sind Mischpakete mit verschiedene Edelfleischteilen und Wurstspezialitäten. Dank des handwerklichen Geschicks des Metzgers kann das gesamte Tier weitestgehend verwertet werden. Nebeneffekt ist, dass die Produkte auch zu einem fairen Mischpreis angeboten werden können. Geschlachtet werden jede Woche ein oder zwei Tiere, so dass zwischen Bestellung und Lieferung nur 1-2 Wochen liegen. Alle Produkte sind küchenfertig verarbeitet und in kleinen Portionen vakumiert.

Beim Versand beträgt die Temperatur des Fleisches 0-1 Grad. Die ökologische Isolierbox hält die Ware mindestens 64 Stunden lang unter 4 Grad gekühlt. Alle Produkte sind in küchenfertigen Portionen eingeschweißt und werden gut gekühlt geliefert. Im Kühlschrank sind die Stücke dann noch weitere 5-7 Tage haltbar, das übrige Fleisch lässt sich ohne umpacken einfrieren und ist dann noch weitere 3 Monate haltbar. Die Boxen passen in jede handelsübliche Gefrierschublade.

 

Potsdamer SauenHain

 

In meiner Box, die ich zum Testen von den Jungs bekommen habe, waren:

  • Braten (1kg)
  • Flomen im Glas (150g)
  • Dicke Rippe (340g)
  • Kotelettscheiben (530g)
  • Salsiccia Bratwurst 4 Stück (460g)
  • Gulasch (510g)
  • Feine Bratwurst 4 Stück (450g)
  • Grobe Bratwurst 4 Stück (520g)
  • Schmalzfleisch im Glas (150g)

 

Mein Fazit: Das Fleisch ist von bester Qualität und das Paket ist sein Geld wirklich wert. Der Bonuspunkt ist, dass man jedes Stück mit einem guten Gefühl genießt.

 

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