Meine Reise durch Bayern – 100 Genussorte [WERBUNG]

100-GENUSSORTE-BAYERN_Wagin ger-See

Im August ist es wieder soweit und das 7. BAYERISCHE GENUSSFESTIVAL am Odeonsplatz in München öffnet vom 10.08 -12.08.18 seine Pforten für alle Genussbegeisterten!

Im Rahmen der Vorbereitungen durfte ich zwei der „100 GENUSSORTE BAYERN“ besuchen und habe Euch einen kleinen Vorgeschmack mitgebracht, auf wen und was Ihr Euch kulinarisch zu den schönsten Weinen der mehr als 50 Weinmacher aus Franken freuen dürft.

Was genau macht einen Ort zu einem der 100 Genussorte?

Vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten wurden im Rahmen eines Wettbewerbes 100 Orte, Gemeinden oder Städte ausgewählt, die kulinarisch hochwertige Spezialitäten und kulturell regionale Besonderheiten bieten. Diese sollen für einen unverwechselbaren Genuss stehen, Bezug zur lokalen Geschichte, Handwerk, Land(-schaft) und Leuten haben. Produkte müssen aus regionalen Rohstoffen hergestellt werden, bei der Erzeugung oder Verarbeitung im Ort aktiv erlebt werden können, aus einer herausragenden kulinarischen und kulturell geprägten Gemeinde oder Stadt stammen, eine lange Tradition oder interessante Entstehungsgeschichte haben und zur Identifikation der Menschen vor Ort mit Ihrem kulinarischen Erbe beitragen.

Zwei dieser Orte, die genau diese Anforderungen erfüllen und auf deren Produkte Ihr Euch beim Gennussfestival freue dürft, stelle ich Euch heute vor.

 

Genussort Fridolfing

Die Gemeinde Fridolfing liegt eingebettet in die weite Flur des Salzachtales im Osten und einer sanften Hügellandschaft im Westen. Dazwischen eingestreut trifft man auf bäuerlich geprägte Ansiedlungen, vor vielen Höfen grasen seelenruhig noch die Kühe mit ihrem Jungvieh auf der Weide. Ein weiteres wichtiges traditionelles Element bäuerlicher Kulturlandschaft stellen zudem die vielen Streuobstbestände dar, die sich um die bäuerlichen Anwesen gruppieren. Unterstrichen wird der ländliche Charakter Fridolfings von den vielen kleinen landwirtschaftlichen Feldwegen, welche einen vorbeiführen an alten Grenzbäumen und Flurdenkmälern am Wegesrand, Mühlen und Kapellen – zwischen den Feldern und Wäldern wird immer wieder der Blick auf die Chiemgauer-, Berchtesgadener- und Salzburger Alpen freigeben.

Die Produzenden in Fridolfing

Ich muss vorweg nehmen, dass ich leider nur eine kleine Auswahl an Produzenten besuchen konnte. Es gibt noch so viele regionale Genüsse und die Menschen dahinter zu entdecken – also zögert nicht und fahrt nach Fridolfing – es wird köstlich!

Der Thomahof: Familie Reiter

Es wird Wildkräuter-Käse und Brotaufstriche von Kräuterpädagogin Evi Reiter in München zu verkosten geben.

 

thomahof_Aussenansicht
Bildautor: Günter Standl (www.guenterstandl.de)

 

Seit fast 50 Jahren bietet die Familie Reiter Ihren Gästen einen erholsamen und unvergesslichen Urlaub auf dem Bauernhof. Auf dem Gelände des familienfreundlichen Ferienbauernhofes finden sich viele unterschiedliche Tiere und ganz viel Platz für Kinder zum Springen und Toben. Eine Spielscheune lockt mit unterschiedlichsten Angeboten wie z.B. einer Kletterburg oder unterschiedlichsten Fahrzeugen. Es gibt Platz für gemütliche Grillabende, Ponyreiten und Kutschfahrten. Auf dem Hof leben auch über 50 zufriedene Milchkühe, die auch jederzeit auf die Weide dürfen. Im Stall können sich die Kühe frei bewegen und werden 2 Mal täglich im Melkstand gemolken. Das Futter der Tiere wächst auf den Wiesen und Feldern um den Hof oder auch mal aus der Region. Im Stall dürfen die Kinder auch durch mitanpacken ein Stalldiplom erarbeiten und am reichhaltigen Frühstücksbuffet darf dann die ganze Familie Köstlichkeiten vom Thomahof, wie z.B. frische Milch, Käse, Wildfrucht- und Wildkräuteraufstriche und der Region genießen.

 

Thomahof-collage
Bildautor: Günter Standl (www.guenterstandl.de)

 

Evi Reiter ist zudem auch ausgebildete Kräuterpädagogin und Gartenbäuerin. Wöchentlich führt sie Interessierte durch die Flur um die Geheimnisse der „Un-Kräuter“ zu entdecken. Zudem bietet sie im Rahmen des Gartenbäuerinnen-Jahresprogramms auch umfassende Wildkräuter-Wanderungen an, bei denen im Anschluss leckere Wildkräutergerichte und „wilde“ Desserts verkostet werden.

Im Hofladen vom Thomahof bietet die Familie Reiter die selbstgemachten Schmankerln an. Das Sortiment reicht von Käsespezialitäten mit Wildkräutern, über süße Brot-Aufstriche aus Wildfrüchten und würzigen Kräutern, bis hin zu einer bunten Auswahl an Essigen mit Kräutern und Wildfrüchten und aufgesetzten Wildfrucht- und Kräuter-Likören.

 

Thomahof-die-Familie
Bildautor: Günter Standl (www.guenterstandl.de)

 

Erlebnisbauernhof und Hofladen Café Kuhle Muh: Familie Schillmeier

Es wird hausgemachtes Brot und Käse von Frau Schillmeier in München zu verkosten geben.

 

Hofcafe Kuhle Muh
Tourist-Info Waginger See, 83329 Waging am See, info@waginger-see.de Ansprechpartner: Eva Kulina

 

Familie Schillmeier betreibt ihr Hofcafé seit 12 Jahren, den Bauernhof bewirtschaftet die Familie bereits in der 5. Generation. Seit 2008 ist der Rendlhof zudem ein zertifizierter Erlebnisbauernhof, wobei die Betriebsschwerpunkte sowohl den Milchvieh- und Ackerbaubetrieb wie auch das familiengeführte Hofcafé umfassen. Neben heimischer Eisherstellung, frischen Auszognen & Pavesen sowie den selbstgemachten Kuchen und Torten gibt es auch wöchentliche Backkurse. Zudem werden im Hofladen Eier aus der eigenen Freilandhaltung, selbstgemachter Käse sowie Blüten- und Waldhonig aus der hofeigenen Imkerei verkauft.

 

100-GENUSSORTE-BAYERN-Cafe-Kuhle-Muh

 

100-GENUSSORTE-BAYERN-Cafe-Kuhle-Muh_1

 

Attl’s Bio-Ziegenhof: Familie Obermaier

Es wird Köstlichkeiten aus Ziegenkäse von Frau Obermaier in München zu verkosten geben.

 

Die-Ziegen-vom-Attls-Bio-Ziegenhof-Familie-Obermaier
©Attl’s Bio-Ziegenhof: Monika und Alois Obermaier

 

Bereits seit 1992 bewirtschaften Monika Obermaier und ihre Familie den Bio-Ziegenhof mit ganzem Herzen. Das merkt man schon beim Besuch der etwa 100 Ziegen, die ankommende Gäste schon vor dem Hof neugierig in Empfang nehmen. „Die Anzahl an Tieren ist vollkommen ausreichend, wir wollen schließlich eine artgerechte Tierhaltung für unsere Ziegen garantieren“ erklärt Frau Obermaier. Die Familie verarbeitet ihre Milch gleich am Hof und Besucher können Köstlichkeiten wie Käse, Frischkäse, Ziegenmozzarella oder Joghurt direkt im urig eingerichteten Hofladen im denkmalgeschützten Bauernhaus aus dem 18. Jh. beziehen. Alle Produkte sind Bio und sogar für lactoseintolerante Menschen geeignet. Interessierte Besucher sind auch herzlich eingeladen, beim Melken der Tiere zusehen und auch Zicklein zu streicheln. Die Familie führt den Betrieb mit einer großen Portion Herzblut und viel Umsicht für die Tiere, das ist an jeder Ecke spürbar und wird heute leider viel zu selten so gelebt.

 

Attls-Bio-Ziegenhof-Familie-Obermaier
©Attl’s Bio-Ziegenhof: Monika und Alois Obermaier

100-GENUSSORTE-BAYERN-Attls-Bio-Ziegenhof

 

Genussort Waging am See

Die Marktgemeinde Waging liegt unmittelbar am Waginger-Tachinger See, inmitten einer vielfältig strukturierten bäuerlichen Kulturlandschaft. Der größte Teil der landwirtschaftlich genutzten Flächen besteht aus Wiesen und Weiden, auf vielen Höfen sind noch das Jungvieh oder Kühe auf der Weide und immer öfters sind auch kleine Gruppen von Pinzgauer Weideochsen beim Grasen zu sehen. Unmittelbar um den See, der vom Inn-Salzach-Gletscher geformt wurde, sind die meisten Flächen eben, gehen dann aber häufig in teils bewaldete Hügel über. Dazwischen liegen eingestreut bäuerliche Anwesen. Bis auf einige Campingplätze am Seeufer und wenige besiedelte Abschnitte sind weite Teile des Seeufers vor allem auf der Ostseite noch unbebaut und relativ naturnah. Der Waginger See besteht eigentlich aus zwei Abschnitten, dem Tachinger See im Norden und dem Waginger See im südlichen Teil. Die Engstelle dazwischen wird von der Brücke in den Ortsteil Tettenhausen überspannt. Oberhalb des Sees bieten sich großartige Ausblicke auf die Bergkette der Chiemgauer und Salzburger Alpen im Süden und Südosten, darunter der Untersberg und das Staufenmassiv. Im Zentrum des Markts Waging lädt der historisch gewachsene Ortskern viele Besucher zum Schlendern und Verweilen ein. Echte Lebensmittelgeschäfte, Bäcker und Metzger bereichern das Ortsbild und tragen dazu bei, auch Produkte von heimischen Landwirten zu vermarkten. Jeden Samstag findet der Waginger Bauernmarkt mit vielen Ständen statt. Eine Besonderheit sind die Waginger Herbstmärkte, insbesondere der Bauern- und Handwerkermarkt Anfang Oktober, die tausende Besucher anziehen.

 

Die Produzenden in Waging

Auch hier im idyllischen Waging konnte ich leider nur einen Produzenten besuchen. Es gibt aber auch hier so viele regionale Genüsse und die Menschen dahinter zu entdecken – also zögert nicht und fahrt nach Waging – es gibt viele großartige Menschen und mit viel Liebe hergestellte Köstlichkeiten zu entdecken!

 

100-GENUSSORTE-BAYERN-Flaschlbrot

 

Das Flaschlbrot: Jessica Romstötter

Es wird gebackenes Brot aus den Mischungen des „Flaschlbrot“ von Jessica Romstötter in München zu verkosten geben.

Im Grunde ist die Idee so einfach wie genial: Alle Zutaten, die für die Zubereitung eines gesunden und nahrhaften Brotes benötigt werden, kommen in eine Glasflasche.
Die Zutaten dieser fertigen Backmischung kommen aus der Region und rein ökologischem Anbau. Damit unterstützt das Projekt nicht nur die heimischen Bauern und unsere Umwelt, sondern ist auch eine gesunde Alternative zu herkömmlichen Backwaren. Das Weizenmehl ist die Hauptzutat in allen Flaschlbrot-Backmischungen. Gemahlen wird es aus dem Laufener Landweizen. Dieser wurde erstmals im 16. Jahrhundert von den Bauern im Rupertiwinkel angebaut. Die ganz besonders alte und seltene Sorte bringt zwar nicht so viel Ertrag wie gezüchtetes Turbo-Getreide, kommt dafür aber ohne Chemie auf den Feldern aus. Es gilt als weniger allergen und deutlich verträglicher. Das Urkorn war vollkommen in Vergessenheit geraten, bis Mitarbeiter der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege Restbestände an Saatgut entdeckten.

Der Weizen ist sehr gut gegen Umwelteinflüsse gewappnet. Er wächst bis zu zwei Meter hoch und hat stabilere Halme als übliche Weizensorten. Gegen Wind, Regenfälle und Pilzbefall ist er somit deutlich resistenter. Außerdem ist die Sorte verträglicher für Menschen mit gesundheitlichen Problemen. Man geht davon aus, dass der Laufener Landweizen weniger allergen ist, da die Sorte einen kleineren Anteil Gluten enthält. Doch auch für die Umwelt bringt der Weizen einen großen Vorteil mit sich: Durch den Verzicht auf Chemie können auf den Feldern wieder andere Pflanzen wie Mohnblumen oder Kamillen wachsen. Diese wiederum locken vermehrt Bienen an, die bekanntlich vom Aussterben bedroht sind.

 

100-GENUSSORTE-BAYERN-gebackenes-Flaschlbrot

 

DAS 7. BAYERISCHE GENUSSFESTIVAL am Odeonsplatz

Wenn Ihr also vom 10.08. -12.08.18  in München seid, dann zögert nicht und lasst Euch  von den leuchtend weißen Pagodenzelte des bayerischen Genussfestivals anlocken. Geniesst ein kühles Glas Weißwein aus Franken und kleine Köstlichkeiten aus den bayerischen Genussorten. Ich wünsche Euch schon einmal viel Vergnügen bei drei herrlichen Tagen im Herzen Münchens!

 

Offenlegung: ich danke dem  7. BAYERISCHE GENUSSFESTIVAL  und  „100 GENUSSORTE BAYERN“ für die Einladung und die besonders herzliche Gastfreundschaft vor Ort.

2 Comments

  • Oh, wie schön, liebe Kerstin! Als Teenager war ich ein paar Jahre in Folge in den Ferien am Waginger See und fand es total schön dort. Gegegessen haben wir auch immer gut, aber das würde ich gerne noch einmal aus heutiger Sicht testen. Danke für die Anregung!

    Liebe Grüße von Melanie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.