Naturkorken – reine Verschlusssache (Werbung)

Korkverband

Heute verrate ich Euch, was hinter den größten Kork-Mythen steckt, ziehe zwei köstliche Fläschchen auf und verrate das Rezept für einen Thai Beef Salad:

Für den Deutschen Kork-Verband e.V. (DKV) und den portugiesischen Korkverband (APCOR) durfte ich mir einige gängige Mythen rund um den Korken als Weinverschluss näher anschauen. Natürlich habe ich auch gleich zwei Weine mit einem beherzten „Plopp“ ihrer Naturkorken entledigt und nach einer kleinen Verkostungsrunde ein Gericht dazu serviert.

 

Projectos documentais e humanistas / Documental and humanist projects.

Naturkorken, sind die noch zeitgemäß?

Naturkorken sind nach wie vor die weltweit am häufigsten eingesetzten Flaschenverschlüsse: 18 Mrd. Verschlüsse werden pro Jahr eingesetzt, davon sind zwei Drittel aus Kork.

Die Geister scheiden sich hier und so ziehen rund 57 Prozent der deutschen Weinliebhaber Naturkorken den Plastik- oder Schraubverschlüssen vor.

Ich finde, dass Kork nie an Wertigkeit verlieren wird, gerade und vor allem bei Top-Weinen und von denen gibt es immer mehr.

 

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Die größten Kork-Mythen und was dahintersteckt

Kann durch Naturkorken Wein entweichen? Nein!

Richtig ist: In einem einzigen Naturkorken befinden sich etwa 800 Millionen Zellen. Sie bestehen aus wachshaltigen Substanzen und verhindern so, dass durch den Korken Flüssigkeit verdunsten kann.

Ist es gleichgültig, welcher Verschluss den Wein verschließt? Nein!

Richtig ist: Kork ist nach Meinung von Kennern der für die Weinreifung
optimale Flaschenverschluss. Dank seiner natürlichen Elastizität verschließt er die Flasche selbst bei Glasunebenheiten luftdicht.

Ist Naturkorken schuld an Weinfehltönen? Nein!

Richtig ist: Der sogenannte Korkschmecker muss nicht vom Naturkorken
herrühren. Verursacher wie Trichloranisol (TCA) können auch bei der Lagerung über Keller oder Fässer in den Wein gelangen – selbst in Flaschen mit Verschlüssen aus Glas, Aluminium oder Kunststoff.

 

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Was sind die Vorteile von Naturkorken?

Mitte des 17. Jahrhunderts führte Dom Pierre Pérignon den Korkverschluss für Champagner und Wein ein. Mittlerweile leben über 100.000 Menschen von der Korkindustrie. Allein in Portugal sind mehr als 28.000 Menschen in diesem Sektor beschäftigt.

Mit einer Fläche von rund 2,3 Millionen Hektar in Portugal, Spanien, Algerien, Marokko, Tunesien und Frankreich binden die mediterranen Korkeichenwälder im Jahr rund 14 Millionen Tonnen CO2. Gut für die Umwelt: Bei der Produktion eines Naturkorkens entsteht 24-mal weniger CO2 als bei einem Schraubverschluss aus Aluminium. Sehr nachhaltig: Die Bäume werden bei der Ernte nicht gefällt, sondern lediglich geschält.

Der Rohstoff Kork wird zu 100 Prozent verwertet. Aus 50 Prozent der geernteten Baumrinde entstehen Korkverschlüsse. Der restliche Kork kommt in anderen Branchen zum Einsatz, z. B. als Bodenbelag und in der Bauindustrie.

Korkeichenwälder sind auch Rückzugsorte für bedrohte Tierarten wie den Iberischen Luchs, den Spanischen Kaiseradler oder den Mönchsgeier. Zudem sind sie Durchgangsstation und Überwinterungsplatz für Zugvögel, so wie z. B. die spanische Extremadura für rund 60.000 Kraninche.

 

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Wie entsteht so ein Naturkorken?

Um Kork zu ernten, werden die Korkeichen in Handarbeit geschält – frühestens nach 20 bis 25 Jahren und nur alle 9 bis 12 Jahre. Nach der Ernte wird das Material ein halbes Jahr lang getrocknet. Anschließend kochen die Rindenstücke in Dämpfkesseln bei fast 100 Grad Celsius, um Pilze und Mikroorganismen abzutöten. Nach weiteren zwei bis drei Wochen Ruhephase ist der Kork bereit für die Weiterverarbeitung zu Flaschenverschlüssen.

Korkeichen können bis zu 250 Jahre alt werden und sind 150 Jahre produktiv für die Korkherstellung, denn sie werden bei der Korkernte nicht gefällt. Eine einzige Eiche bringt es im Laufe ihres Lebens auf 700 bis 1.000 Kilogramm Kork.

 

Die Weine

Ich habe heute gleich 2 besondere Weine ausgesucht. Es sind Riesling Spätlesen aus Deutschlands renommiertesten Lagen an Mosel und Saar.
Eine lange Reifezeit und das kühlere Klima ermöglicht es der Rieslingrebe deutlich mehr Aromen in die Beeren einzulagern. Eine lebendige Säure paart sich mit der frischen Fruchtsüsse aufs Trefflichste.

Hochwertige Naturkorken und Riesling Spätlesen sind ein gutes Team, gerade diese lagerfähigen Weine werden sich in der Flasche noch weiterentwickeln. Der Naturkork gibt ihnen genau diese Möglichkeit.

Ich erfreue mich immer wieder an den vielschichtigen Frucharomen und einer animierenden Säure, die sich in Riesling Spätlese Weinen entfalten.

 

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Max Ferd. Richter
Wehlener Sonnenuhr Riesling Spätlese 2016
Aromatik: weiße Blüten, Kräuter, Schiefer, Mango, Guave.

 

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Dr. Wagner
Ockfener Bockstein Riesling Spätlese 2016
Aromatik: weiße Blüten, Ananas, Honigmelone, kandierte Grapefruit.

 

Jetzt bitte nicht umschalten – es wird nicht unerträglich süß – versprochen.

Eine Riesling Spätlese bringt eine brillante Fruchtkonzentration ins Glas ohne ihre frische, reife Säure zu verlieren. Keinesfalls als störend empfinde ich die vollmundige Fruchtsüße.

 

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Welches Gericht passt zu einer Riesling Spätlese?

Ich habe mich für einen erfrischenden Thai Beef Salad mit Rinderfiletstreifen, Gurke, Rettich, Chili, Koriander, Minze und Ingwer entschieden. Eine Riesling Spätlese schafft es mit ihrer Restsüße, die Chilischärfe zu puffern und die Rieslingfrucht harmoniert perfekt mit Limettensäure, Minze und Koriander.

Mein persönlicher Favorit zu dem Thai Beef Salad ist der Dr. Wagner Ockfener Bockstein Riesling Spätlese 2016, denn er ist doch noch knackiger im Glas und passt aber dennoch toll zu der würzigen Vinaigrette.

 

Thai-Beef-Salat-Rinderfiletstreifen-Gurke-Rettich-Koriander-Ingwer-Riesling-Spätlese

 

Das Rezept

Thai Beef Salad mit Rinderfiletstreifen, Gurke, Rettich, Koriander und Ingwer

Zutaten für 2 Portionen:

Für die Vinaigrette:

  • 2 EL Ingwer, fein gehackt
  • 1 Bund Koriander
  • 1 Bund Minze
  • 1 Limette, der Saft
  • 3-4 EL Fischsauce
  • 2 EL Puderzucker

Für die Filetstreifen:

  • 400 g Rinderfilet
  • 1 EL Sesamöl
  • 2 TL Stärke
  • 2-3 EL Sojasauce

Für den Salat:

  • 1 schwarzer Rettich
  • 1 kleine Salatgurke
  • 1 frische rote Chilischote
  • etwas Koriander zum Garnieren

Für die Vinaigrette den Ingwer schälen und fein hacken. Koriander und Minze waschen, trockenschütteln und die Blättchen fein hacken. Alles in eine Schüssel geben, Limettensaft, Fischsauce und Puderzucker untermischen.

Das Fleisch in sehr dünne, 3–4 cm lange Streifen schneiden. Die Streifen nun mit Sojasauce vermengen und mit der Stärke bestäuben. Für ein paar Minuten beiseite stellen.

Inzwischen den Rettich schälen, halbieren und längs in dünne Streifen schneiden. Die Gurke halbieren, vom Kerngehäuse befreien und ebenfalls in dünne Streifen schneiden. Die Chilischote halbieren, putzen und in feine Streifen schneiden. Chili, Gurke und Rettich mit der Vinaigrette mischen.

Das Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und das Fleisch darin rundum bei starker Hitze kross anbraten. Das Fleisch mitsamt dem Öl aus der Pfanne zum Salat geben und alles gut vermengen.

Den Rindfleischsalat auf Schalen verteilen und mit Koriander garniert servieren.

 

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Der Deutsche Kork-Verband e.V. (DKV)

Der Deutsche Kork-Verband e.V. wurde 1985 gegründet. Zweck des Verbandes ist die Wahrnehmung und Förderung aller gemeinsamen Belange der in ihm zusammengeschlossenen Unternehmen. Neben der branchenpolitischen Interessenvertretung der Mitgliedsfirmen liegen die Schwerpunkte der Verbandstätigkeit in der Qualitätssicherung für Produkte aus Kork, in der Verbesserung der Herstellungs- und Verarbeitungsmethoden sowie in der Initiierung und Unterstützung von Forschungsprojekten über das nachwachsende Naturprodukt Kork und die daraus entstehenden Endprodukte. Weitere Informationen auf den Seiten kork.de, natuerlichkork.de und schoener-leben-mit- kork.de

Der portugiesische Korkverband (APCOR)

Der portugiesische Korkverband (Portugese Cork Association APCOR) wurde 1956 gegründet, um die portugiesische Korkindustrie zu vertreten und zu fördern. Der Arbeitgeberverband sitzt noch heute im Norden Portugals, etwa 30 Kilometer von Porto in Santa Maria de Lamas. Alle Unternehmen, die in den Bereichen Produktion, Marketing oder Export von Korkprodukten tätig sind, können dem Verband beitreten. Derzeit umfasst APCOR rund 270 Partnerfirmen, die zusammen rund 80% der Korkproduktion des Landes und 85 Prozent der Korkexporte ausmachen. Die Mission von APCOR ist es, Kork als ausgezeichneten Rohstoff sowie alle korkbasierten Produkte zu fördern und weiterzuentwickeln.

 

Werbe-Hinweis: Dieser Beitrag entstand in freundlicher Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kork-Verband e.V. (DKV) und dem portugiesischen Korkverband (APCOR).

 

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