Marmorkuchen

Marmorkuchen

Marmorkuchen

DER Marmorkuchen, wie ich ihn liebe und seit Jahre genau so backe. Herrlich locker, saftig, nicht zu süß und mit einer sehr geringen Lebenserwartung.

Nicht weil er schnell trocken wird, nein, er würde sicher mehrere Tage gut schmecken, aber wenn sich Sonntag Vormittag die ersten Mehlwölkchen in der Küche verteilen, ich Zucker mit Butter zu einer cremigen Liaison vermähle, spätestens dann stehen alle Mitbewohner auf der Matte. Nicht alle, der Kater natürlich nicht, es ist ja kein Mäusekuchen. Es ist ein herrlicher Oma-Marmor-Kuchen, genau so, wie ich ihn noch von meiner Oma Hilda in Erinnerung habe. Gebacken hat sie ihn, neben den schönsten Käsekuchen, Zebrakuchen oder auch wahnsinnig großen Hefezöpfen, meist zu Geburts- oder Feiertagen.

Klein Kerstin ist dann immer am Tag vorher in den Keller geschlichen und hat heimlich genascht. Ich erinnere mich noch gut, als ich einmal inflagranti erwischt wurde und ein mal quer durch den Hof gejagt wurde, aber lange konnte meine Oma nicht böse mit mir sein. Könnte ich meinem Kleinen ja auch nicht, ausser vielleicht wenn ich noch kein Foto gemacht habe…

Marmorkuchen

 

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Marmorkuchen

Marmorkuchen

Marmorkuchen

Marmorkuchen

 

 

Marmorkuchen

  • 200g Butter, weiche
  • 140g + 120g Zucker
  • 1 Vanilleschote, Mark
  • 1TL Zitronenabrieb
  • 6 Eier (M)
  • Prise Salz
  • 280g Weizenmehl 405er
  • 1/2 Pck. Backpulver
  • 100ml Milch, lauwarm
  • 20g Kakaopulver, dunkles
  • Puderzucker

Butter mit 140 g Zucker, Vanillemark und Zitronenabrieb cremig rühren. Eier trennen. Eigelb einzeln unter die Buttermasse rühren.

Eiweiß mit der Prise Salz halbfest schlagen und mit 120 g Zucker zu einem schnittfestem Schnee schlagen.

Mehl und Backpulver mischen. Milch anwärmen. In 4 Schritten etwas Mehl auf die Buttermasse sieben, dann etwas Milch zugießen und eine Portion Eischnee darauf geben. Mit einem Holzlöffel (keinesfalls mit dem Handrührer oder der Küchenmaschine) alles unterheben.

Kuchenform mit buttern und mit Mehl bestäuben. Die Hälfte des Teiges in die Form füllen. Restlichen Teig mit dem Kakaopulver dunkel färben und ebenfalls in die Kuchenform füllen. Mit einer Gabel den dunklen Teig unter den hellen Teig ziehen, so entsteht das Marmormuster.

Im vorgeheizten Backofen bei 160° (Umluft) 60 Minuten backen (Stäbchenprobe!), dann in der Form leicht auskühlen lassen und auf ein Kuchengitter stürzen. Vor dem Anschneiden mit Puderzucker bestreuen.

21 Comments

  • Hallo Kerstin,
    ein köstlicher Kuchen und eine wirklich schöne Geschichte. Das erinnert mich an meine Oma die die weltbeste Prinzregenten Torte gebacken hat.
    Hab einen schönen Sonntag!
    Liebe Grüße Carina

  • Das ist wirklich ein wunderbares Rezept. Das Einzige was ich noch nie hinein gegeben habe, ist der Zitronenabrieb. Ansonsten bereite ich meinen Marmorkuchen genauso zu.

    Viele Grüße Jessica

  • Marmorkuchen ist mein liebster Kuchen und ich habe mich zwei Jahre an DEM perfekten Rezept probiert und beinahe jede Woche ein anderes getestet (die Arbeitskollegen meines Papas waren die dankbaren Tester!) und Deines werde ich auf jeden Fall – nach längerer Marmorkuchenabstinenz ausprobieren!
    Eine tolle Woche Dir und liebe Grüsse,
    Kristin

    • Liebe Kristin <3 unbedingt, Omas haben ja leider die Angewohnheit "eine Hand voll von dem und ein wenig davon" ohne genaue Mengenangaben zu verwenden. Aber das Rezept passt, wackelt und hat Luft. Ich bin schon sehr gespannt wie du es findest!

  • Hi Kerstin, so der Marmorkuchen ist im Ofen und sieht bis jetzt ganz gut aus, für das, dass es mein erster ist 😉 Wenn er jetzt noch so schmeckt wie er aussieht, dann bin ich glücklich 😉 beim Teig schlecken aus der Schüssel war es schon mal sehr lecker ;)))

    Lg Romina (Hagenbacher reifenscheune)

  • Ich bin noch nie ein Marmorkuchen-Fan gewesen. Wollte meiner Mama aber eine Freude machen und habe in ihrer Küche spontan mit deinem Rezept losgelegt (musste nicht extra los um fehlende Zutaten einzukaufen).
    Das Ergebnis?
    Ich hab noch nie einen solchen fluffigen Kuchen gebacken. Total saftig und lecker. Den halben Kuchen haben wir alleine verputzt. Die andere Hälfte geteilt.
    Ist nix übrig geblieben.
    Bisher hatte ich immer nur trockenen und geschmacklosen Marmorkuchen serviert bekommen.
    Dieser hier kommt auf die Liste meiner Lieblingsrezepte.
    Danke Kerstin für’s Teilen!

  • Vielen Dank für das tolle Rezept! Der beste Marmorkuchenrezept, das ich je nachbacken durfte! Perfekt :o)
    Den großen Krümmel, der abgefallen ist auf dem Bild, möchte man am liebsten wegschnappen und in den Mund stecken

    LG
    Tanja

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